PSYCHIATRISCH-PSYCHOSOMATISCHE KLINIK CELLE
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21. September 2019

Häufige Fragen

Wir haben häufig gestellte Fragen gesammelt. Diese Fragen werden hier beantwortet. Klicken Sie einfach mit der Maus auf Ihre Frage.

Rund um unsere Klinik

Wo kann ich parken?

Wir bauen mehr: Für den Neubau der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik Celle sind gemäß Baugenehmigung 26 Stellplätze erforderlich. Entstanden sind 27 Stellplätze mit folgender Aufteilung: Entlang der Wittinger Straße sind 20 Plätze angelegt, an der Schlepegrellstraße liegen einmal vier und einmal zwei Kurzzeit-Stellplätze sowie ein Behindertenparkplatz. Hier gibt es zusätzlich eine Krankenwagenaufstellfläche. An der Wittinger Straße besteht eine Anlieferungszone. Ausnahmslos alle Stellflächen befinden sich auf dem Grundstück der Klinik.

Wie ist das Verkehrsaufkommen rund ums Klinikum?

Anders als in Akutkliniken hat das Klinikum für die Seele kein sehr großes Besucheraufkommen. Unsere Patientinnen und Patienten brauchen und möchten Ruhe und Ferne vom Alltag.

Ich möchte im Klinikum Celle arbeiten. Wo finde ich Ihre Stellenangebote?

Sie interessieren sich für eine Tätigkeit im Klinikum Wahrendorff - Fachkrankenhaus für die Seele oder in der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik Celle? Wir haben immer wieder freie Stellen in Voll- und Teilzeit. Bitte sehen Sie dazu in den Bereich Karriere auf dieser Seite oder besuchen Sie unsere Seite www.wahrendorff.de .

Welche Patienten behandeln wir?

Jeder dritte Mensch wird einmal im Leben psychisch krank. Eine regionale und wohnortnahe Versorgung für die Erkrankungen der Seele ist für die Betroffenen und auch für die Angehörigen eine große Hilfe, denn lange Anfahrtswege stellen eine zusätzliche Belastung dar.

Im Fachklinikum für die Seele in Celle finden Patienten mit verschiedenen psychischen Erkrankungen, von Depression oder Burn-Out bis zu Angsterkrankungen oder Psychosen / Schizophrenie gute Behandlung. Auch akute Abhängigkeitserkrankungen oder seelische Erkrankungen im Alter und weitere seelische Erkrankungen behandeln wir vor Ort. Menschen mit schweren, dauerhaften Erkrankungen werden weiterhin in unseren Stationen in Ilten und Köthenwald behandelt. Eine sogenannte forensische Abteilung, in der Straftäter mit psychischen Erkrankungen behandelt werden, haben wir nicht.

Welche Erkrankungen werden behandelt?

Auf unseren Stationen werden überwiegend psychiatrische Erkrankungen behandelt wie Depressionen, Psychosen, posttraumatische Belastungsstörungen, Schizophrenie, Abhängigkeitserkrankungen, neurologische Erkrankungen im Alter, aber auch psychosomatische Erkrankungen wie Burnout-Erkrankungen.

Was ist eine Tagesklinik?

Hier behandeln wir Patienten, die die Tage mit uns verbringen, abends aber nach Hause gehen.

Die Versorgung in einer Tagesklinik ist eine wohnortnahe Behandlung. Sie ist dann die richtige Versorgungsform, wenn die Erkrankung des Patienten die tägliche Rückkehr in sein vertrautes Zuhause zulässt. In unseren Tageskliniken behandeln wir Patienten mit akuten seelischen Krisen, Depressionen, Angsterkrankungen, somatoformen Störungen, Zwangserkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Gedächtnisstörungen und auch Posttraumatischen Belastungsstörungen. Die Förderung von Selbständigkeit und Eigenverantwortung ist uns ein wichtiges Anliegen.

Auf dem Weg ins Klinikum Wahrendorff

Wenn ich ins Krankenhaus komme - Wie verläuft dann die stationäre Aufnahme?

Wenn Sie von unserem Aufnahmemanagement einen Aufnahmetermin für eine stationäre Therapie erhalten haben, melden Sie sich bitte an diesem Tag bis 10 Uhr am Empfang unserer Klinik. Sie werden dort von einem Mitarbeiter der Station abgeholt. Das Pflegepersonal auf der Station heißt Sie herzlich willkommen. Danach werden Sie interdisziplinär aufgenommen. Das heißt, die Fachleute aus den verschiedenen therapeutischen Bereichen sprechen in Ruhe mit Ihnen. Es findet eine pflegerische, therapeutische, sozialdienstliche und eine ärztliche Aufnahme statt. Anschließend werden organisatorische Dinge mit Ihnen besprochen (z. B. Räumlichkeiten, Essensplan, Therapieplan, Sportmöglichkeiten usw.). Sie erfahren also mehr über Ihren Alltag im Klinikum. Außerdem erhalten Sie einen Therapieplan, der auf Sie persönlich zugeschnitten ist. Dann haben Sie etwas Zeit für sich, um sich zurecht zu finden und in Ruhe auf der Station anzukommen.

Ich habe Kinder: Gibt es die Möglichkeit einer Kinderbetreuung während der Behandlung?

Ja, hier gibt es gute Hilfen. Wenn Sie keine Betreuungsmöglichkeiten für Ihre Kinder haben, erhalten Sie Unterstützungsleistungen von Ihrer Krankenkasse oder über das Jugendamt. Es kann Ihnen beispielsweise eine Haushaltshilfe geschickt werden oder Sie erhalten finanzielle Unterstützung für eine Person, die in Ihrer Abwesenheit Ihre Kinder zuhause betreut. Bei der Antragseinleitung kann Sie der Sozialdienst auf Ihrer Station unterstützen und über das Vorgehen informieren - oder Sie nehmen bereits im Vorfeld Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf.

Fakten zur stationären Behandlung

Dauer: 
Die Dauer Ihres stationären Aufenthaltes ist je nach Erkrankung individuell unterschiedlich. Sie kann wenige Tage bis zu mehreren Wochen dauern.

Alter der Patienten: 
Das Patientenalter ist unterschiedlich, wir nehmen Patienten ab 18 Jahren auf.

Kosten: 
Die Kosten Ihres stationären Aufenthaltes im Klinikum trägt die jeweilige Krankenversicherung. Für Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung  fallen während des stationären Aufenthalts pro Tag 10.- Euro  Krankenhaustagegeld an (max. für 28 Tage pro Kalenderjahr). 

Im Klinikum Wahrendorff

Wie sieht der stationäre Alltag aus?

Nach dem Wecken morgens haben Sie Zeit für ein ausgewogenes Frühstück. Danach starten Sie direkt mit Ihrem individuellen Therapieplan. Gegebenenfalls findet auf Ihrer Station eine Morgenrunde statt oder Sie haben vor den ersten Therapien ärztliche Untersuchungen. Mittags wartet dann das von Ihnen gewählte Mittagessen. Und am Nachmittag geht es weiter mit Therapieangeboten oder Sie haben Zeit für sich. Am Nachmittag findet eine gemeinschaftliche Kaffeepause statt. Nach dem Abendessen gibt es eventuell noch eine Abendrunde und dann haben Sie Zeit für sich bis die Nachtruhe beginnt. Der genaue Stationsalltag sieht auf jeder Station anders aus. Wenden Sie sich bei gezielten Fragen bitte an das Personal Ihrer Station. Ihre medikamentöse Therapie erhalten Sie entweder vor den Mahlzeiten oder anschließend. Erkundigen Sie sich hierzu bitte ebenfalls beim Stationspersonal.

Wie werde ich auf der Station betreut?

Nach der Aufnahme lernen Sie Ihren "Bezugstherapeuten" kennen, mit dem Sie während Ihres Aufenthaltes viele Gespräche führen werden und der für Sie zuständig sein wird. Zusätzlich steht Ihnen rund um die Uhr psychiatrisch geschultes Pflegepersonal (Schwestern und Pfleger) auf  Ihrer Station zur Seite. Bei  körperlichen Beschwerden sowie in der medikamentösen Therapie betreuen Sie die Stationsärzte. Und sollten Sie Fragen zu Anträgen, Wohnformen, Nachsorge oder ähnlichem haben, steht Ihnen in der Woche täglich der Sozialdienst Ihrer Station zur Verfügung. Sie werden also in allen Belangen gut betreut.

Welche Therapieangebote gibt es? Darf ich hier mitentscheiden?

Die Therapieangebote sind auf unseren Stationen unterschiedlich. Zum Angebot gehören Gruppentherapien (z. B. Skills-Training, Sozialkompetenztraining, Musiktherapiegruppen oder verschiedene Info-Gruppen), Sporttherapie (z.B. Rücken-Kurse, Fitness-Kurse, Morgenaktivierung) und Einzeltherapien (z.B. Gesprächstherapie, Musiktherapie, Ergotherapie, Physiotherapie). Selbstverständlich können Sie bei der Erstellung Ihres individuellen Therapieplanes Wünsche und Bedenken äußern. 

Wie oft habe ich Einzelgespräche mit meinem Bezugstherapeuten?

Es gibt einmal wöchentliche Einzelgespräche mit Ihrem Bezugstherapeuten im stationären wie auch teilstationären Bereich. Hier sprechen Sie über Ihre Anliegen, über Ihre Therapie und deren Verlauf. Außerdem können Sie hier frei und offen über Verhaltensweisen und innere Glaubenssätze nachdenken und neue, gesunde Verhaltensmuster einüben.

Welche Freizeitangebote außerhalb der Therapien gibt es?

Sie können in Absprache mit Ihrem Therapeuten Ausflüge unternehmen. Sie können kochen, fernsehen, Gesellschaftsspiele spielen, Spaziergänge machen oder das Angebot des Pflegepersonals nutzen (z.B. Kegeln oder  Stationsausflüge). Die Celler Innenstadt mit Cafés, Kinos, Theater und Einkaufsmöglichkeiten ist nah.

Was muss ich zu einer stationären Behandlung mitbringen?

Zu Ihrer stationären Behandlung müssen Sie nicht viel mitbringen. Bringen Sie nur die Einweisung Ihres Haus- oder Facharztes, Ihre Krankenkassenkarte, Kleidung und Dinge zur privaten Beschäftigung  (z.B. Bücher, Zeitschriften, Musik) mit. Ihre täglichen Mahlzeiten erhalten Sie auf Ihrer Station. Handtücher erhalten Sie von uns. Für Wertgegenstände können wir  keine Haftung übernehmen, also passen Sie auf diese bitte sehr gut auf. Auf manchen Stationen stehen auch Schließfächer zur Verfügung, welche gegen ein kleines Pfand gemietet werden können.

Ich bin alleinerziehend. Was passiert mit meinen Kindern, wenn ich stationär behandelt werde?

Hier besteht die Möglichkeit, eine vorübergehende Haushaltshilfe bei Ihrer Krankenkasse zu beantragen, einen Pflegedienst zur Betreuung Ihrer Kinder zu organisieren oder Ihre Kinder im Kinderhaus Regenbogen unter zu bringen. Hier werden Ihre Kinder Rund um die Uhr betreut.

Darf ich während meines stationären Aufenthaltes Besuch bekommen? Wie sind die Besuchszeiten?

Selbstverständlich dürfen Sie während Ihres stationären Aufenthaltes auch Besuch empfangen. Die Besuchszeiten sind auf den einzelnen Stationen unterschiedlich geregelt. Fragen Sie bitte das Personal auf Ihrer Station.

Wo und wann kann ich während der Behandlung rauchen?

Grundsätzlich sind wir ein "rauchfreies Krankenhaus". Für Patienten, die auch während der Behandlung weiterhin rauchen möchten, gibt es speziell ausgewiesene überdachte Raucherbereiche außerhalb der Gebäude. Ausnahmeregelungen gibt es nur in den geschlossenen/beschützten Stationen, die über ausgewiesene Räumlichkeiten für Raucher verfügen.

Kann ich während der Behandlungen beurlaubt werden, um dringende Angelegenheiten zu erledigen?

Es gehört zum gemeindenahen psychiatrischen Versorgungsprinzip unserer Klinik, dass der Kontakt zum sozialen Umfeld während einer Behandlung nicht verloren geht, sondern im Rahmen des sogenannten Sozialtrainings systematisch wiederhergestellt und gefördert wird. So wird darauf hingearbeitet, dass die Patienten die Möglichkeit haben, ihre persönlichen Angelegenheiten außerhalb der Klinik (z.B. Ämterbesuche) selbst zu regeln.

Grundsätzlich haben alle Patienten die Möglichkeit, sich in Pausenzeiten frei auf dem Klinikgelände zu bewegen und Spaziergänge in der Umgebung zu unternehmen.

Dies gilt nicht für diejenigen Patienten, die aus therapeutischen Gründen die Station nicht verlassen dürfen oder einer gesonderten Ausgangsregelung unterliegen.

Ich bin im Moment noch krankgeschrieben bei meiner Arbeitsstelle, werde aber noch einige Wochen auf Station bleiben (mehr als sechs Wochen krankgeschrieben). Wie geht es finanziell für mich weiter?

Wenden Sie sich bitte an den Sozialdienst Ihrer Station. Dieser wird mit Ihnen zusammen Krankengeld bei Ihrer Krankenkasse beantragen.

Für die Zeit nach dem Aufenthalt

Wie geht es nach meinem stationären Aufenthalt weiter?

Sie haben die Möglichkeit, nach Ihrem stationären Aufenthalt in einer Tagesklinik weiter betreut zu werden, in einer Tagesstätte weitere Betreuung zu finden, ambulante Pflege oder betreutes Wohnen zu erhalten. Wenden Sie sich hierzu bitte an den Sozialdienst Ihrer Station.

Wer unterstützt mich bei Wohnungsproblemen, finanziellen Schwierigkeiten, usw.?

Hierbei unterstützt Sie von Montag bis Freitag der Sozialdienst Ihrer Station und sucht mit Ihnen gemeinsam nach Lösungen.

Ich möchte nach meinem stationären Aufenthalt in einer Tagesklinik weiter betreut werden. Wie läuft die Vernetzung?

Besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Bezugstherapeuten. Dieser wird sich mit möglichen Tageskliniken  in Verbindung setzen und eventuell Besichtigungstermine für Sie ausmachen. Nach den Besichtigungen können Sie sich dann für eine Tagesklinik entscheiden.

Ich möchte nach meinem stationären Aufenthalt in eine Wohngruppe ziehen. Wie läuft hier das Verfahren?

Besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Bezugstherapeuten. Anschließend wird der Sozialdienst Ihrer Station sich mit Ihnen zusammensetzen und das Verfahren mit Ihnen zusammen beginnen (Antrag stellen, mögliche Wohngruppen anschauen usw.).

Ich brauche zuhause Unterstützung. Welche Möglichkeiten gibt es?

Es besteht die Möglichkeit, für Sie ambulante Pflege (psychiatrisch oder somatisch) zu organisieren oder sogar betreutes Wohnen.

Ich bin ohne Arbeitsstelle. Wie läuft es hier finanziell bei längerer Erkrankung?

Wenden Sie sich bitte an den Sozialdienst Ihrer Station, denn je nachdem wie Ihre bisherige Lebensfinanzierung verlief, kann der Sozialdienst entsprechend Finanzierungsanträge mit Ihnen zusammenstellen (ALG I = Krankengeld, ALG II = Krankengeld oder Sozialhilfe).

Was ist PIA?

PIA steht für "psychiatrische Instituts-Ambulanz". PIA übernimmt die ambulante, ärztliche, therapeutische, sozialarbeiterische Versorgung von Patienten zwischen der Entlassung aus einem psychiatrischen Krankenhaus und der Weiterbehandlung bei einem Facharzt oder Psychotherapeuten. PIA ist sozusagen die psychiatrische und soziale Übergangsstufe zwischen zwei Therapieformen. So werden Patienten vollumfänglich auf ihrem Weg betreut.